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„Wir wollen niemals auseinander gehen“

Gemeindepartnerschaft 69köpfige Delegation aus Freihalden besuchte das französische Ars

Freihalden/Ars  Ihre Beinchen und Ärmchen wirbelten, ihr Gesicht strahlte. Wann immer die Blaskapelle „Anton und seine Freunde“ aufspielte, tanzte die 2½jährige Eva Longefay voller Freunde neben Dirigent Anton Baumgartner sen., der der jüngsten Teilnehmerin an der diesjährigen Partnerschaftsbegegnung ArsFreihalden ab und zu sogar seinen Dirigentenstab überließ. Während aller vier Tage sorgten die Musikanten für prächtige Stimmung. Die Gastgeber aus Ars und Gäste aus Freihalden waren hellauf begeistert.
Aber nicht nur musikalisch brachte die 69köpfige Delegation aus Freihalden bayerische „Markenartikel“ mit in ihre französische Partnergemeinde Ars: Auf dem Rathausplatz des Pilgerortes bei Lyon setzten die Gäste einen stilecht gestalteten Maibaum. Ars’ Bürgermeister Patrick Duvivier sprach von einem „Zeichen der Brüderlichkeit“.   
Und am Festabend marschierte König Ludwig II. von Bayern höchstselbst in den Gemeindesaal und lud die Freunde aus Ars für 2012 zum Ausflug nach Neuschwanstein ein. Alfons Rogg schlüpfte mit größtenteils selbst geschneidertem Kostüm in die Rolle des Märchenkönigs; Anton Baumgartner sen. und seine 14 Freunde spielten zum Einmarsch den Bayerischen Defiliermarsch.
Bei aller Fröhlichkeit und Ausgelassenheit gab es aber auch besinnliche Momente: etwa beim Besuch des deutschen Soldatenfriedhofs in Dagneux oder als der Vorsitzende des Freihalder Partnerschaftskomitees, Jürgen Bigelmayr, beim Gottesdienst an Freihaldens im Februar verstorbenen Pfarrer Karl Schödlbauer erinnerte und als Geschenk eine gerahmte Fotografie des Priesters überreichte, der 31½ Jahre die Partnerschaft im Geiste des von ihm verehrten heiligen Pfarrers von Ars mitgeprägt hatte.
Schödlbauer hätte sich sicher gefreut, wenn er hätte miterleben können, wie beim diesjährigen Treffen vor allem die Jugend aufblühte. Jedes vierte Mitglied der Freihalder Gruppe war unter 18 Jahre alt.
Stellvertretend standen die beiden 15Jährigen Franziska Biberacher und Conny Werner. Franziska übersetzte bei der Schifffahrt auf dem RoanneDigoinKanal die Erklärungen des Kapitäns bravourös übers Mikrofon für alle Passagiere; Conny nahm im Anschluss an die Begegnungstage in Ars eine Woche lang in einem französischen Gymnasium am Schulunterricht teil.
Das Ausflugsprogramm führte in das Département Loire und trug biografische Züge von zwei langjährigen Partnerschaftsteilnehmern auf französischer Seite:  Monique Brockmann lebte als Kind auf einem Frachtkahn, wie er im Hafen von Briennon besichtigt wurde. JeanMarie Boussands Großvater war Direktor einer Seidenfabrik und weberei in Charlieu, wo die deutschfranzösische Gruppe das Seidenmuseum besuchte.
Vor allem jene, die zum ersten Mal mit nach Ars gekommen waren, nahmen gern das Angebot von Louis Blanchard an, sie durch das Wallfahrtsgelände mit Basilika und Wohnhaus des heiligen Pfarrers von Ars zu führen.
Neben einigen Neulingen waren auch wieder zahlreiche alte Hasen mit von der Partie, die die Gemeindepartnerschaft seit der ersten Stunde vor 35 Jahren tragen.
Daran knüpfte die Vorsitzende des Arser Partnerschaftskomitees, Aline Colas, am Festabend in ihrer rhetorischen Zeitreise an, die sie unter das Motto „Wie die Zeit vergeht“ stellte.
„Ein Leuchtturm des Friedens“ sei die Freundschaft zwischen Ars und Freihalden in all den Jahren gewesen und solle es weiterhin sein, wünschte JettingenScheppachs Bürgermeister Hans Reichhart. 
Wer Josef Frühholz am Festabend erlebte, als er am Tisch spontan zu den Klängen der Blasmusik sang „Es ist wunderschön, wir wollen niemals auseinander gehen“, hegt daran keinen Zweifel. 


Dankesworte:

Merci beaucoup sage ich unseren Freundinnen und Freunden aus Ars dafür, dass sie uns wieder ungemein gastfreundlich bei sich aufgenommen und mit uns ein viertägiges deutschfranzösisches Fest gefeiert haben.

Merci beaucoup sage ich Aline Colas und ihrem Team vom FreihaldenPartnerschaftskomitee Ars für die gelungene Organisation der vier Begegnungstage.

Mein großer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im ArsKomitee Freihalden, die mir geholfen haben, die diesjährige ArsFahrt vorzubereiten und vor Ort zu gestalten.

Vielen Dank sage ich Anton Baumgartner sen. und seinen 14 Musikanten, die menschlich und musikalisch eine absolute Bereicherung für die Partnerschaftsbegegnung waren.

Nicht minder danke ich Paul Heinle und seinen Söhnen Florian und Thomas, Alfons Rogg, Josef Frühholz, Georg Glogger sowie „Jojo“ Diot und Xavier Rampon für ihren tollen Einsatz, ohne den es nicht möglich gewesen wäre, den Freunden aus Ars einen Maibaum zu stellen.

Ich danke vor allem Angelika Bigelmaier und Waltraud Schmitt, aber auch Martina Hahn, Franziska Biberacher, Emma Schwarz und Conny Werner, die sich während der vier Tage in Ars als Übersetzerinnen zur Verfügung gestellt haben.

Mein Dank geht an Maria Bigelmayr und Cécile Sebök für die schriftliche Übersetzung meiner Redetexte.

Danke sage ich Petra Anwander und Martina Hahn, die deutsche Texte beim Abschlussgottesdienst am Sonntag vorlasen.

Gedankt sei den beiden Bürgermeistern, Patrick Duvivier und Hans Reichhart, die mit ihrer persönlichen Teilnahme an unseren Begegnungstagen wieder einmal bekräftigt haben, dass die beiden Gemeinden Ars und JettingenScheppach die Freundschaft zwischen Arsern und Freihaldern uneingeschränkt mittragen und unterstützen. 

Großer Dank gebührt unserem Busfahrer Rudi Krasniqui von der Firma MindelReisen, der uns sicher nach Ars und wieder zurück gebracht hat.

Mein Dank gilt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Ars-Fahrt 2011; sie haben alle zusammen Freihalden ausgezeichnet repräsentiert.
 
Danken darf ich schließlich allen, die zum Gelingen unserer diesjährigen Partnerschaftsbegegnung beigetragen haben.

Für das Ars Partnerschaftskomitee Freihalden
Jürgen Bigelmayr, 1. Vorsitzender