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Der Käse macht den wirklichen Unterschied

 

Gemeindepartnerschaft 55-köpfige Delegation aus Ars zu Besuch bei Freunden in Freihalden

 

Freihalden Pater Olivier Günst-Horn nahm sich ein Beispiel an John F. Kennedy. Rief der später ermordete US-Präsident „Ich bin ein Berliner!“, so wählte der Geistliche aus Ars in der Freihalder Pfarrkirche die Formel: „Ich bin ein Freihalder!“

Zum ersten Mal hatte Günst-Horn an einer Partnerschaftsbegegnung zwischen Arsern und Freihaldern teilgenommen und war sogleich von dem freundschaftlichen Geist gefangen, der die 64 gemeinsamen Stunden durchzog.

55 Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder besuchten im 36. Jahr der deutsch-französischen Gemeindepartnerschaft Freihalden, wo sie - wie all die Jahre - privat bei Gastfamilien untergebracht waren. Neben Freundschaft waren Freiheit und Frieden die prägenden Begriffe des Partnerschaftstreffens.

Die Freiheit eines Mannes, seine Träume zu verwirklichen, begegnete Arser und Freihaldern am Freitag bei ihrem Ausflug nach Schwangau/Füssen, wo sie Ludwigs II. Märchenschloss Neuschwanstein bestaunten und bei einer Stadtführung durch Füssen erfuhren, dass dort – nicht nur wegen der Schönheit der Königsschlösser - jährlich eine Million Touristen übernachten.

Am Samstagvormittag vermittelte eine Führung durch das Kloster Roggenburg einen Eindruck vom friedvollen Wirken der dort seit 1982 wieder ansässigen Prämonstratenser-Patres.

Am Festabend, den das Burgauer „Duo Skyline“ mit stimmungsvoller Schlager- und Pop-Musik mitgestaltete, sagte der Vorsitzende des Ars-Partnerschaftskomitees Freihalden, Jürgen Bigelmayr, die Menschen beider Dörfer lebten „den Völkerverständigungsgedanken ganz konkret von Mensch zu Mensch“. Gerade jetzt, da Europa angesichts der Euro-Schuldenkrise am Scheideweg stehe, dürften sich Franzosen und Deutsche nicht auseinanderdividieren lassen.

Jettingen-Scheppachs Bürgermeister Hans Reichhart kam ebenfalls auf Europa zu sprechen. Es sei „nicht nur Geld“; „Europa sind die Menschen, die aus der Vergangenheit gelernt haben“.

Reichharts französischer Amtskollege, Ars’ Bürgermeister Patrick Duvivier, stimmte im Chor mit seinen Landsleuten ein vielfaches „Wir sagen Dankeschön!“ auf die deutschen Gastgeber an.

Aline Colas, Vorsitzende des Arser Partnerschaftskomitees, machte in ihrer poetisch gefärbten, pointierten Rede Wein und Käse als einzigen wirklichen Unterschied zwischen Deutschen und Franzosen aus. „Nichts, weder Alter, Entfernung noch Sprachbarriere, verhindert, uns zu lieben.“ Sprach’s und ließ Beaujolais und Käse aus der Heimat kredenzen. Die rund 150 Festabendbesucher quittierten es mit begeisterten Ohs und Ahs.

Freihaldens Pfarrer Monsignore Wolfgang Miehle fasste die Atmosphäre der Begegnungstage treffend zusammen, als er beim sonntäglichen Abschlussgottesdienst in seiner Predigt sagte: „Die Geschichte der Partnerschaft zwischen Ars und Freihalden zeigt im Kleinen, wie die Geschichte der deutsch-französischen Freundschaft im Großen, dass Versöhnung zwischen ehemals verfeindeten Menschen und Völkern möglich ist, wenn sie sich im Geist der Toleranz und Verständigung begegnen.“

 

 

Dankesworte:

 

Im Namen des Ars-Komitees Freihalden darf ich allen danken, die zum Gelingen unserer diesjährigen Partnerschaftsbegegnung beigetragen haben.

 

Merci beaucoup sage ich unseren Freundinnen und Freunden aus Ars dafür, dass sie so zahlreich nach Freihalden gekommen sind und mit uns wieder ein deutsch-französisches Fest gefeiert haben.

 

Ein herzliches Dankeschön entbiete ich allen Gastgebern, die alles getan haben, um ihren Gästen aus Frankreich den Aufenthalt in Freihalden so angenehm wie möglich zu gestalten.

 

Mein großer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Ars-Komitee Freihalden und deren Helfer, die alle miteinander ihr Bestes gegeben haben, um ein attraktives Programm auf die Beine zu stellen, Freihalden herauszuputzen und Gastgebern wie Gästen bei Anliegen, Fragen und Problemen zu Diensten zu sein. Es sind dies: Hans Färber, Alfons Rogg, Josefine Rogg, Anne-Marie und Georg Glogger, Angelika Rogg-Bigelmaier und Norbert Bigelmaier, Michael Rogg, Paul Heinle, Bernhard und Johanna Bigelmayr, Anna Hönle und Ruth Endrös, Josef Frühholz.

 

Vergelt’s Gott sage ich Herrn Pfarrer Monsignore Wolfgang Miehle sowie Pater Olivier Günst-Horn und Bruder Basile Ramdé aus Ars für ihre würdige Zelebration des Abschlussgottesdienstes. Dank gebührt auch Roger Di Piro für sein wundervolles Klarinettenspiel, Martina Hahn für die Lesung und die Fürbitten und dem Organisten, Herrn Saumweber aus Burgau.

 

Vielmals gedankt sei den beiden Bürgermeistern, Patrick Duvivier und Hans Reichhart, die mit ihrer persönliche Teilnahme an unseren Begegnungstagen wieder einmal bekräftigt haben, dass die beiden Gemeinden Ars und Jettingen-Scheppach die Freundschaft zwischen Arsern und Freihaldern uneingeschränkt mittragen und unterstützen.

 

Dankesworte gebühren den beiden Busfahrern, die uns mit großer Fahrkunst, Geduld und Nervenstärke heil an unsere Ausflugsorte und wieder zurück nach Freihalden bebracht haben.

 

Danke sage ich der Musikkapelle Freihalden-Oberwaldbach, den Fahnenabordnungen des Schützenvereins Freihalden, der Freiwilligen Feuerwehr Freihalden und des Krieger- und Soldatenvereins Freihalden sowie dem Absperrdienst der Feuerwehr für ihre bereitwillige Unterstützung.

 

Ein besonderer Dank gilt dem Sportverein Freihalden für die Vermietung des Sportheims, die Bewirtung des Festabends und die Live-Übertragung des Champions-League-Endspiels FC Bayern München – FC Chelsea London auf Großleinwand.

 

Dankeschön sage ich dem „Duo Skyline“ (Mario Heider und Thorsten Wick) aus Burgau für die hervorragende musikalische Gestaltung des Festabends.

 

Danke sage ich

 

Ganz herzlich bedanke ich mich bei unserer Chef-Dolmetscherin Cecile Sebök und den anderen Übersetzerinnen, Waltraud Schmitt und Maria Bigelmayr.

Schließlich gilt mein Dank allen Aktiven, die sich von den bisherigen Dankesadressen nicht angesprochen gefühlt haben.

 

Jürgen Bigelmayr,

Vorsitzender des Ars-Partnerschaftskomitees Freihalden

 

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Kinder von der Familie Hahn und Familie Rogg bei der Führung im Kloster Roggenburg.