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Fröhliche Freundschaft


Partnerschaft

Freihalder und Arser freuen sich im 39. Jahr

ihrer Verbindung mehr denn je aneinander


Freihalden/Ars Längst war es weit nach Mitternacht. Der Festabend der Partnerschaftsbegegnung Ars-Freihalden war zur rauschenden Karaoke-Nacht geworden. Aus den Lautsprechern dröhnten die „Toten Hosen“ – „Tage wie diese“. Es war einer dieser Tage, den man so schnell nicht wieder vergisst. Die, die mittendrin waren, schmetterten die „Hosen“-Songzeile: „Erleben wir das Beste“. Es war der begeisterte Brustton der Überzeugung.
Freihalder und Arser feierten im offiziell 39. Jahr ihrer Freundschaft ausgelassen wie selten zuvor. Eine wunderbare Atmosphäre der Fröhlichkeit und Harmonie zog sich durch die vier Tage in Ars.
Bereits der Beginn setzte für Freihaldens Komitee-Präsident Jürgen Bigelmayr ein Highlight. Kinder der Arser Grundschule begrüßten ihn inmitten seiner Delegation auf Deutsch mit: „Bruder Jürgen, schläfst du noch, hörst du nicht die Glocken …“
Am traditionellen Ausflugstag, dem Freitag, ging’s ins nahe Lyon. Nach der Besichtigung der Basilika Notre-Dame de Fourvière und der Renaissance-Altstadt legte man in den Mittagsstunden mit einem umgebauten Schiff am Saône-Ufer zu einer Flussfahrt bis zur Mündung in die Rhône ab. An Bord gab es französische Köstlichkeiten als „finger food“. Während es draußen regnete, schien drinnen die Sonne in die Herzen. Eine heimelige, aufgeräumte Stimmung machte sich unter Deutschen und Franzosen  breit. Man verstand sich über alle Sprachbarrieren hinweg.
Damit die Kommunikation künftig auch verbal Schritt hält, appellierte Jürgen Bigelmayr in seiner viel gelobten Ansprache beim Festabend: „Natürlich geht das nicht von heute auf morgen, sondern erfordert Zeit und Geduld. Doch wenn wir erst einmal anfangen und auch dranbleiben, dann wird es gelingen, unsere Freundschaft auch sprachlich weiter zu vertiefen.“
Ars’ Komitee-Präsidentin Danièle Boussand sagte: „Frieden ist der schönste Sieg von Europa“ und erinnerte an die Pioniere des europäischen Einigungsprojekts, unter ihnen Robert Schuman.
Der deutsch-französische Staatsmann gilt als der „Vater Europas“. Ihm zu Ehren wurde auf dem Dorfplatz in Ars eine Gedenktafel enthüllt – nur einen Katzensprung von der Passage entfernt, die 2009 nach Eugen Rogg, dem Gründer der Gemeindepartnerschaft, benannt worden ist. Darauf bezog sich Jettingen-Scheppachs Bürgermeister Hans Reichhart, der wie all die Jahre fester Bestandteil der Besuchergruppe aus Freihalden war.
17 der 47 mitfahrenden Gäste waren 21 Jahre oder jünger. Nicht nur im Hochseilgarten knüpften sie Seilschaften, die hielten. „Ich bin stolz auf euch!“, lobte „Chef de mission“ Jürgen Bigelmayr bei der gut zehnstündigen Heimfahrt.
Er blickte dabei auf das nächste Jahr, in dem Freihalden seine Freundinnen und Freunde aus Ars zum 40-jährigen Partnerschaftsjubiläum empfängt. (zg)

 

Bildunterschrift: Arser und Freihalder gehören zusammen. Das demonstrierten bei der Schifffahrt auf der Saône in Lyon die Komitee-Mitglieder (von links): Angelika Rogg-Bigelmaier, Eric Chastan, Cathérine Martin, Freihaldens Präsident Jürgen Bigelmayr, Odile Duvivier und Ars’ Präsidentin Danièle Boussand.
Foto: Ars-Komitee Freihalden